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A. Loos: Wien 1912
Die Wiener Ringstraße wird als ein Paradebeispiel für den Städtebau des 19. Jahrhunderts betrachtet. Der österreichische Architekt Adolf Loos war jedoch nicht zufrieden mit dem Resultat, wie es sich 1912 darstellte. Also entwarf er kurzerhand einen alternativen, imaginären Plan für die Wiener Ringstraße nach seinen eigenen Vorstellungen – ausgehend vom Zustand im Jahre 1859, als die Wallanlagen gerade geschleift worden waren. Loos legt großen Wert auf die Etablierung definierter urbaner Räume, Achsen zwischen wichtigen Plätzen, Sicht- und Hochpunkte. Geschickt verwebt er die neuen Räume mit dem alten Stadtkern. Besonders interessant ist die Kombination von Hafen und Bahnhof in der Ecke oben rechts.



